Der Sport als Integrationshelfer

eingestellt am 29.01.2011

Die Stuttgarter Nachrichten berichteten in ihrer Ausgabe vom 26. Januar 2011 über das siebte Stuttgarter Sportgespräch am 24.01.2011 im Haus des Sports in Stuttgart:

Stuttgart. Im Grunde sind sich alle einig: Der Sport zählt zu den brauchbarsten Instrumenten, um ausländische Mitbürger gesellschaftlich zu integrieren. Ein paar Probleme gibt es aber doch. Es fehlt häufig noch Fachpersonal, bisweilen Geld und manchmal auch der gute Wille. Gül Keskinler, Integrationsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bunds (DFB), rief jetzt beim Stuttgarter Sportgespräch dazu auf, ausländische Mitbürger stärker am Vereinsleben teilhaben zu lassen: „Es gibt noch immer emotionale Hürden.“ Wichtig ist in ihren Augen aber, dass Migranten auch in die Strukturen des Vereins eingebunden werden, dass sie auch Rollen übernehmen, in denen sie mit entscheiden. „Dafür brauchen sie aber Menschen, die sie auf diesem Weg fördern“, sagte Gül Keskinler.
Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bunds (DTB), wies darauf hin, dass die Clubs für eine wirksame Integrationsarbeit qualifiziertes Personal benötigen. Außerdem hätten es die Vereine schwer, die bildungsfernen Schichten zu erreichen. „Der Sport ist oft eine Mittelstandsveranstaltung.  Wir brauchen Netzwerke mit Kindergärten, Grundschulen, sozialen Einrichtungen und den Kirchen, um diese Kinder für den Sport zu begeistern.“ […]

Bericht von Gunter Barner

Quelle: Stuttgarter Nachrichten
Link: www.stuttgarter-nachrichten.de

Auf dem siebten Stuttgarter Sportgespräch diskutierten Rainer Brechtken (Präsident des Deutschen Turner-Bundes), Gül Keskinler (Integrationsbeauftragte des DFB), der Integrationsbeauftragte und Justizminister des Landes Baden-Württemberg Ulrich Goll und der Beauftragte des türkischen Fußballs für Europa Erdal Keser unter der Moderation des ZDF-Journalisten Eike Schulz. Das Stuttgarter Sportgespräch wird als Forum des Sports von den Stuttgarter Kanzleien Wüterich Breucker und Thumm veranstaltet. Zur Veranstaltung im Haus des Sports konnte Rechtsanwalt Marius Breucker über 250 Vertreter aus Sport und Gesellschaft begrüßen.



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