Sportrechtsexperten begrüßen Entwurf für ein Anti-Doping-Gesetz

eingestellt am 29.10.2014

In ersten Reaktionen auf den bekannt gewordenen Entwurf eines Anti-Doping-Gesetzes bewerteten Sportrechtsexperten den Ansatz von Justiz- und Innenministerium als vielversprechend. Der Stuttgarter Sportrechtler Marius Breucker sprach im Deutschlandfunk von einem „Paradigmenwechsel in der Dopingbekämpfung“. Der langjährige Befürworter eines Anti-Doping-Gesetzes, Strafrechtsprofessor Dieter Rössner, geht davon aus, dass das Gesetz „erhebliche Abschreckung“ bringen werde. Auch der Präsident des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) und Amtsgerichtsdirektor Dr. Clemens Prokop sieht seine Vorschläge weitgehend verwirklicht und spricht von einem „Meilenstein“. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, dass Spitzensportler bei Eigendoping und beim Besitz geringer Mengen von Dopingmitteln künftig strafbar sein sollen. Vorgesehen ist auch die Möglichkeit der Staatsanwaltschaften, Erkenntnisse aus Ermittlungsverfahren an die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) zu übertragen. Darin sieht Rechtsanwalt Marius Breucker, der regelmäßig auch für die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) tätig ist, einen „erheblichen Effektivitätsgewinn in der Praxis“. Denn ohne die Erkenntnisse aus staatlichen Ermittlungsverfahren tun sich die Anti-Doping Organisationen schwer, einen Dopingverstoß „überhaupt zu entdecken, geschweige denn gerichtsfest nachzuweisen“, so Marius Breucker.


Zum Bericht „Gesetzentwurf für ein Anti-Doping-Gesetz erfährt Lob von Sportrechtsexperten“:

http://wirtschaftsnachrichten-online.de/tag/stuttgarter-sportrechtler-marius-breucker/



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Dr. Marius Breucker


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